Sprache 

Die Sprache der ältesten jüdischen Schriften ist Hebräisch. Das war in der Antike auch die Umgangssprache der Juden. Hebräisch wurde im Laufe von Jahrhunderten vom Aramäischen als Umgangssprache verdrängt, blieb aber bis in unsere Tage hinein die Sprache für Gottesdienste und fürGelehrte. Das Aramäische ist dem Hebräischen sehr ähnlich und hat auch das schriftliche Hebräisch späterer jüdischer Schriftwerke beeinflusst. Einige Passagen in den Schriften des Tanach sind bereits auf aramäisch, beispielsweise das Buch Daniel, welches vom Hebräischen ins Aramäische wechselt.

Jesus und seine jüdischen Landsleute sprachen aramäisch. In der Diaspora nahmen die Juden die Sprachen der Länder an, in denen sie lebten. Einige Sonderfälle sind Sprachen, die jüdische Gemeinschaften aus verschiedenen Gegenden der Welt übernommen haben und aufgrund der historischen Umstände zu selbständigen Sprachen entwickelt haben wie Jiddisch, Ladino, Judäo-Berberisch und Tat. Im Alltag sprechen Juden die Sprache des Landes, in dem sie leben.

In Israel wird heutzutage Iwrith gesprochen. Iwirth ist um einen modernen Wortschatz erweitertes antikes Hebräisch, das auch in der Grammatik einige Anpassungen erfuhr. Es entwickelt sich heute wie andere Sprachen auch im Gebrauch weiter.