Jüdische Religion 

Die jüdische religiöse Tradition ist monotheistisch, kennt also nur einen Gott., welcher auch als der 'Gott Jisraels' bezeichnet wird. Dieser Gott wird als Schöpfer des Universums angesehen, der auch heute noch aktiv in das Weltgeschehen eingreift. Einige jüdische Philosophen vertreten die eher distanzierte, deistische Ansicht eines Gottes, der sich von seiner Schöpfung entfernt habe. Diese Sichtweise liegt an Einflüssen durch die Kabbala und den Neu-Aristotelismus.

Die jüdische Religion basiert auf den Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine geschriebene Lehre, die in der Tora niedergelegt ist und eine mündliche Lehre, die im Talmud diskutiert wird. Der Talmud ist in Mischna und Gemara aufgeteilt. Auf beiden beruht das jüdische Gesetz, die Halacha . Die Halacha beruht aber auch auf Gesetzgebungen, die im Laufe der Zeit hinzugefügt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde oft versucht, die Halacha zusammenzufassen; eines der bekanntesten Beispiele dafür ist der Schulchan Aruch.